Ich gebe es zu. In mir steckt ein kleiner Weihnachtsjunkie. Weihnachtsmarkt, Glühwein, Räucherkerzen, Weihnachtsbaum und Geschenke. All das finde ich wunderbar.

Auch wenn eher ein Freund davon bin, eher kleine Geschenke zu machen, anstelle für Riesengeschenke Unsummen auszugeben, ein „Wir schenken uns nichts.“ ist für mich keine Alternative. Dazu liebe ich das ausdauernde Geschenkeauspacken, was bei uns in der Familie am 24.12. seit Jahren „Tradition“ ist, viel zu sehr.  Was mich allerdings schon seit Jahren immer etwas wurmt, ist der große Berg an Geschenkpapier, der entsteht und in den allermeisten Fällen, trotz bester Absicht einfach nicht wiederverwendet wird.

Wie kann man Geschenke attraktiv verpacken, ohne dabei unnötig viel Müll zu produzieren?

Einpacken in Zeitungspapier war früher bei mir ganz populär. Seiten aus Magazinen (dabei meine ich nicht die schmuddeligen Magazine, die man an der Tankstelle kaufen kann.) haben auch ganz gut funktioniert. Aber da ich mittlerweile alles online lese, habe ich kaum noch Papier, welches ich nutzen kann.

Die Geschenke sollen ja auch noch gut und weihnachtlich aussehen.

Kurz vor Weihnachten kam mir dann eine „neue“ Idee. Bei Lush kann man so genannte Einwickeltücher kaufen. Das sind größere Taschentücher aus Stoff in bunten, zeitlosem Motiven. Aber ehrlich gesagt, fand ich diese viel zu teuer, etwas zu klein und auch nicht weihnachtlich genug.
Die Grundidee hat mir allerdings so gut gefallen, dass ich mir dachte, das kann ich selber. Also ab in den im Stoff und Gardinenbedarf, um weihnachtliche Stoffe und Kordeln zu kaufen. Ganz ehrlich günstig war das nicht, aber darum ging es mir beim ersten Test ja auch nicht.
Die Stoffe sehen nicht nur gut aus. Sie gehen beim Einpacken auch nicht so schnell kaputt, wie einfaches Geschenkpapier und fühlen sich dabei auch noch sehr gut an.
Da die Tücher auch in den nächsten Jahren immer wieder eingesetzt werden sollen, habe ich die Stücke etwas größer und allgemein passender geschnitten. Bei kleinen Geschenken habe ich den Stoff einfach doppelt genommen, größere in einfachen Lagen verpackt.

Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass ich einfach am Ende die Stoffe wieder mitnehme und nächstes Jahr wieder nutze. Diese Rechnung habe ich aber ohne die Geschenkeempfänger gemacht. Jeder wollte seine Stoffe unbedingt behalten. Einige zum Wiedereinpacken, andere hatten bereits vielfältige Ideen, was man aus den Stoffen so alles basteln könnte.
Somit habe ich nicht nur das eigentliche Geschenk, sondern auch noch eine kleine Bastelinspiration verschenkt. Mir soll es recht sein. Freude gemacht hat es allen auf jeden Fall.