Was ich gerade lese: „Gutes Timing ist alles“ von Dr. Michael Breus [Update]

In diesem neuen Bereich meines Blogs möchte ich regelmäßig zeigen, was ich gerade lese und welche Motivation dazu geführt hat, dieses Buch zu wählen.

Was soll das?

Diese Beiträge sind nicht als Rezension oder gar Zusammenfassung des Buches gedacht. Da ich vielmehr einige Gedanken oder Schritte während des Lesens zeigen möchte, sind sie bewusst persönlich, unvollständig und es wird immer mal wieder Updates während des Leseprozesses geben. So der Plan.

Warum lese ich das Buch?

Ich komme morgens einfach immer schwer aus dem Bett. Aber schon während meines Zivildiensts, bei dem ich jeden Tag um 06:00 Uhr auf der Matte zu stehen hatte, wurde mein Umfeld nicht müde, mir zu erklären, dass man sich an das frühe Aufstehen gewöhnen wird. Pustekuchen. In den ganzen 14 Monaten meines Dienstes habe ich mich nicht daran gewöhnt. Das ist jetzt ungefähr 25 Jahre her. Gerade frisch von der Schule war mir damals völlig unbekannt, dass wir unterschiedliche Biorythmen haben und Menschen sich in Leistungsfähigkeit über den Tag verteilt unterscheiden. Die Forschung steckte noch in den Kinderschuhen und man wusste einfach sehr wenig darüber.

Aber auch heute, wo es schon eine seriöse Studienlage gibt und das Thema eine gewisse Bekanntheit hat, bin ich immer wieder damit konfrontiert, dass es gesellschaftlich einfach normal ist, früh aufzustehen und mit etwas Disziplin ja auch jeder schaffen sollte. Das letzteres zwar für jeden möglich sein sollte, aber aus biologischer Sicht überhaupt nicht sinnvoll ist, können wir mittlerweile als gesichert annehmen.

Chronobiologie

Da ich mich aber sehr dafür interessiere, wie ich mich in möglichst vielen Bereichen weiterentwickeln und meine Leistungsfähigkeit, aber auch Lebensqualität steigern kann, habe ich mir vorgenommen, mal etwas tiefer in die so genannte Chronobiologie einzusteigen.

Über Mindvalley bin ich auf Dr. Michael Breus und sein Buch „Gutes Timing ist alles“ (Amazon Affiliate-Link) – Der richtige Zeitpunkt für Schlaf, Essen, Sex und fast alles andere – gestoßen.

Dr. Michael Beus teilt die Menschen in 4 Chronotypen ein. Delfine, Löwen, Bären und Wölfe. Diese vier Typen haben alle unterschiedliche Biorythmen und dementsprechend auch völlig unterschiedliche Leistungskurven im Tagesverlauf. Nach einer kleinen Einleitung kann man direkt mit einem Test herausfinden, welcher Chronotyp man ist, um im weiteren Verlauf des Buches Ratschläge und Tipps zu erhalten, wie man seinen Tag gestalten könnte, um seinem Typ entsprechend zu leben.

Mir geht es jetzt hier – wie einleitend gesagt – nicht darum, dass Buch zusammenzufassen oder eine Rezension zu schreiben. Dafür gibt es genug Quellen. Ich möchte mit der Rubrik „Was ich gerade lese“ einfach nur zeigen, was und warum ich gerade etwas lese und vor allem, was mir auf dem Weg des Lesens für Gedanken kommen.

Aber zurück zum Buch. Schon der einleitende Teil hat sehr viel meiner bisherigen Erfahrung und Wahrnehmung meines Tagesablaufs bestätigt. In vielen Themen (nennen wir sie nicht Probleme) erkannte ich mich direkt wieder. Umso neugieriger war ich dann auf den Test, der für mich einen Delfin erkannte. Ok, das erklärt einiges, dachte ich, aber mal sehen, was sich mit dem Wissen optimieren lässt. Im Anschluss kann man sich einen beispielhaften Tagesablauf eines Delfins anschauen und bekommt einen vorgeschlagenen Stundenplan. Welche Aktivitäten angeblich zu welcher Uhrzeit ideal sind.

Wie geht es mir bisher damit?

Diesen Stundenplan werde ich jetzt in den nächsten Tagen / Wochen einmal versuchen, so weit wie möglich umzusetzen und bin sehr gespannt, was passiert.

Bis jetzt kann ich sagen, dass mich der erste Teil des Buches abgeholt hat und anspricht. Ich kann mit den ersten Dingen direkt in die Umsetzung gehen und freue mich auf die nächsten Seiten. So muss das ja eigentlich sein.

Stay tuned.

 

Update 1:

Mittlerweile ist grob eine Woche rum. Ich halte mich fleissig an meine Aufstehzeit, musste sogar Dienstag aufgrund von Terminen schon 1,5 h früher aufstehen. Das hilft natürlich für die Gewöhnungsphase nicht wirklich, gibt aber ein gutes Gefühl. Den Tagesablauf gemäß „Stundenplan“ kann ich zwar nicht 100 % einhalten, versuche aber im Rahmen der Möglichkeiten so weit wie möglich drin zu bleiben.

In meinem typischen Mittagsloch darf ich ja leider kein Power-Napping mehr machen und auch keinen Kaffee mehr trinken. Also habe ich kurzum einfach meinen Besuch im Fitnesscenter für drei Tage die Woche genau in diese Zeit geplant. Das gibt zwar Energie, so richtig fit werde ich um diese Zeit leider trotzdem nicht.

Zusammenfassen lässt sich die erste Woche grundsätzlich mit einem guten Gefühl, allerdings auch einer veritablem Müdigkeit an unterschiedlichen Stellen des Tages. Der Autor hat das zwar dem Chronotyp zugerechnet und auch erklärt. In dieser regelmäßigen Form kannte ich das aber so nicht.

 

Update 2:

Nach 10 Tagen habe ich auch mein erstes Wochenende mit frühem Aufstehen hinter mir. Normalerweise bleibe ich am Wochenende gern bis 09:00 oder schonmal 10:00 Uhr liegen. Ist nicht mehr, sagt Dr. Michael Breus. Maximal 30 – 45 Minuten soll man am Wochenende von seinem Rhythmus unter der Woche abweichen.

Dieses Wochenende hat das aber auch erstaunlich gut geklappt. Samstag war Flohmarkt, da musste ich eh raus und Sonntag überwiegte die Neugier. Und ganz ehrlich, es hat echt was, wenn man zur herkömmlichen Aufstehzeit einfach schon richtig viel für sich geschafft hat. Das ist übrigens einer meiner wichtigsten Treiber. Ich würde gern gesund und an meinen Chronotyp angepasst, in der Lage sein, motiviert früher aufzustehen, um morgens mehr Zeit für die eigene Morgenroutine zu haben. Bisher klappt das gut. Lediglich die Müdigkeit zu unterschiedlichen Zeiten am Tage ist noch da.

Im weiteren Verlauf des Buches habe ich auch gelesen, wie wichtig es sein soll, auch seinen Essens-Rhythmus an den Chronotyp anzupassen. Das habe ich bisher noch nicht konsequent integriert. Da ist noch Luft nach oben. Das integriere ich noch besser und werde berichten.