Der Weihnachtsbaum

Warum ein Weihnachtsbaum für viele Menschen so wichtig ist und welche Möglichkeiten es gibt, einen nachhaltigen Baum zu wählen.

Für mich gehört ein eigener Weihnachtsbaum zu Weihnachten. Punkt.
Kitschig geschmückt, mit viel Licht und am Ende mit vielen Geschenken darunter. Nein, ich möchte aus dem Weihnachtsfest keine kapitalistische Materialschlacht machen.
Ich halte auch nichts von teuren Geschenken. Allerdings finde ich das Ritual des gemeinsamen Geschenke-Auspackens super schön. Nicht nur für die Kinder auch für mich. Deshalb habe ich mich auch immer wieder erfolgreich gegen alle Versuche des „Wir schenken uns nichts.“ gewehrt. Ich bin gern für Limits. Zum Beispiel 10 € oder nur Selbstgebasteltes. Aber ein Geschenk, nett verpackt, macht unterm Baum einfach so viel mehr Freude, als…
Nichts unterm Baum.

Licht bei der Nacht

Doch jetzt zurück zum Thema. Ein festlich geschmückter Baum bringt für einige Zeit ganz viel Farbe und Licht in unser Heim. Je nachdem, wie der Baum geschmückt ist, strahlen uns helle, rote, blaue, silberne oder goldene Farben an. In der dunklen Jahreszeit eine sehr willkommene und wichtige Abwechslung. Die weltberühmte Erzgebirger Holzkunst mit ihren Kerzenhaltern, Schwippbögen und Räuchermännchen nahm ihren Ursprung in der dunklen Jahreszeit. Wenn die Bergmänner morgens im Dunkeln in den Berg einfuhren und Abends erst im Dunkeln wieder nach oben gekommen sind, sollten sie wenigstens in den Fenstern Lichter sehen. So war es damals Brauch, dass für jedes Mädchen ein Engel und für jeden Bub ein Bergmann aus Holz mit Kerzenhaltern in die Fenster gestellt worden sind.

In diesem Jahr ist alles anders

In diesem Jahr fehlt uns viel der üblichen Weihnachtsaktivitäten. Durch die Pandemie sind wir nicht wie sonst in festlich geschmückten Einkaufszentren oder Geschäften und machen „entspannt“ unsere Besorgungen. Wir flanieren nicht über die Weihnachtsmärkte mit ihren bunten Lichtern, Glühweinbuden oder Handwerksständen. Wenn wir unterwegs sind, tun wir das mit Maske (wichtig) und begrenzen uns auf das Wesentliche.

Vielleicht führt das dazu, dass ich in diesem Jahr das Gefühl habe, in meinem Umfeld bekommt der Weihnachtsbaum eine stärkere Bedeutung. Menschen posten tolle Bilder auf Instagram mit dem Kommentar, dass sie dieses Jahr das erste Mal einen eigenen Baum haben würden, seit dem sie zu Hause ausgezogen sind.
Auch fällt auf, dass der Baum bei vielen eher aufgestellt wird, als früher. In vielen Familien war es Brauch, dass der Baum zum 24.12. aufgestellt und spätestens zum 06.01. wieder abgebaut wurde. Jetzt werden die Bäume auch in privaten Haushalten schon ab dem 1. Advent geschmückt.

Ich sehe das völlig unbeeindruckt von Tradition. Jeder soll seinen Baum aufstellen, wann immer er mag. Sofern man einen „Einmalbaum“ verwendet ist es doch sogar besser, wenn der Baum länger steht, man länger etwas davon hat. Stünde der Baum nur wenige Tage, wäre es einfach viel zu schade für die Ressourcen und die mit der Baumzucht einhergehende Umweltbelastung.

Nachhaltige Alternativen

Wer mit seinem Weihnachtsbaum nachhaltig umgehen möchte, findet allerdings auch viele Alternativen.

Künstliche Bäume

Es gibt wirklich gute künstliche Bäume. Damit meine ich jetzt nicht diese 50-100€ Plastikstaubfänger aus dem Baumarkt. Wer einen ordentlichen, gut aussehenden, künstlichen Baum möchte, der muss schon mehrere hundert Euro ausgeben. Von so einem Baum hat man allerdings dann auch viele Jahre etwas. Meinen Baum habe ich beispielsweise jetzt im 10. Jahr.

Ein Baum im Topf

Es gibt auch die Möglichkeit, Weihnachtsbäume im Topf zu bekommen, um sie dann wieder auszupflanzen. Oder wenn man seinen Baum über Jahre begleiten möchte, kann man auch einen Baum im Topf im Garten wachsen lassen und jedes Jahr zu Weihnachten in die Stube holen.

Mehr dazu: https://weihnachtsbaumfreunde.de/c/weihnachtsbaum-im-topf-kaufen

Der Baum zur Miete oder die zweite Chance

Hat man keinen eigenen Garten oder dort keinen Platz, könnte man sich auch einen Baum mieten, oder wenn es dann doch ein Einwegbaum sein soll, könnte man auch den Bäumen eine Chance geben, die nicht so gut gewachsen sind und sonst nur entsorgt werden würden.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man das Thema Weihnachtsbaum für sich umsetzen kann, so dass es zum eigenen Anspruch und den eigenen Möglichkeiten passt.

Denn vielleicht ist es das Licht des Baums, vielleicht auch die Erinnerung an tolle Weihnachtsabende vor dem Baum damals als Kind. Vielleicht ist es auch beides. Vielleicht noch viel mehr. Eines ist sicher. Für viele Menschen ist der Weihnachtsbaum etwas ganz Besonderes.

Mehr dazu: https://utopia.de/ratgeber/weihnachtsbaum-mieten-im-topf/

Der Fair gehandelte und ökologisch angebaute Baum

Wenn es dann doch ein Einmalbaum sein soll, kann man bewusst darauf achten, dass man einen Baum aus „ökologischem“ oder fair trade Anbau wählt. Man tut nicht nur etwas für die Umwelt und die Menschen, die den Baum möglich gemacht haben. Sondern man holt sich natürlich auch weniger Pestizide ins heimische Wohnzimmer.

Mehr dazu: https://utopia.de/ratgeber/fair-trees-fairer-weihnachtsbaum/

 

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