Wenn KI zur Ablenkung wird
KI bietet etwas sehr Verlockendes: Beschäftigung ohne endgültige Entscheidung. Man kann testen, optimieren, evaluieren – ohne sich festzulegen.
KI gilt gerade als Lösung für vieles.
Für Effizienz. Für Wachstum. Für Zukunftsfähigkeit.
Das ist nicht falsch.
Aber unvollständig.
Viele Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit KI.
Workshops, Pilotprojekte, interne Taskforces.
Nach außen wirkt das entschlossen.
Nach innen ist es oft etwas anderes.
KI wird manchmal genutzt, um schwierige Fragen aufzuschieben.
Nicht bewusst. Aber spürbar.
Denn KI bietet etwas sehr Verlockendes:
Beschäftigung ohne endgültige Entscheidung.
Man kann testen, optimieren, evaluieren.
Ohne sich festzulegen.
Das fühlt sich produktiv an.
Ist es aber nicht immer.
Denn manche Fragen lassen sich nicht technisch lösen.
Wofür stehen wir in Zukunft eigentlich noch?
Was lassen wir bewusst hinter uns?
Welche Verantwortung wollen wir tragen?
Diese Fragen sind unbequem.
Sie lassen sich nicht delegieren. Auch nicht an KI.
Stattdessen wird an Symptomen gearbeitet.
Prozesse werden verbessert, bevor klar ist, ob sie überhaupt noch relevant sind.
KI wird dann zur Ablenkung.
Nicht aus böser Absicht. Sondern aus Überforderung.
Das ist verständlich.
Aber es ist gefährlich.
Denn je mehr Energie in die falsche Richtung fließt,
desto schwerer wird es, später umzusteuern.
Klarheit bedeutet nicht, sofort alles zu wissen.
Klarheit bedeutet, sich den richtigen Fragen nicht zu entziehen.
KI kann helfen.
Aber sie kann diese Arbeit nicht ersetzen.
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